Ein Hövelhof, für alle - gerecht, lebenswert und solidarisch!

Unsere Bürgermeisterkandidatin: Sarah Louise Bernard

E-Mail: sarah.louise.bernard[at]die-linke-paderborn.de

Ob sichere und faire Arbeitsverhältnisse, echte Teilhabe und Gleichberechtigung für alle oder sozial gerechte Kommunalpolitik – ich will, dass Politik endlich die Lebensrealität aller Menschen abbildet. Denn was euch bewegt, zählt.

Unsere Direktkandidierenden für den Stadtrat Hövelhof

Wahlbezirk 01 - Franziska John
Wahlbezirk 02 - Sithai Tiegwan
Wahlbezirk 03 - Alexandra Rudolph
Wahlbezirk 04 - Sarah Louise Bernard
Wahlbezirk 05 - Daniel Koop​​​​​​​
Wahlbezirk 06 - Rico Willeke​​​​​​​
Wahlbezirk 07 - Valentina Koop​​​​​​​
Wahlbezirk 08 - Johannes Walter Thiele​​​​​​​
Wahlbezirk 09 - Thorben Rein​​​​​​​
Wahlbezirk 10 - Nils Karl Ellermann​​​​​​​
Wahlbezirk 11 - Julia Banhegyi​​​​​​​
Wahlbezirk 12 - Janina Folger​​​​​​​
Wahlbezirk 13 - Vitali Weißbeck​​​​​​​
Wahlbezirk 14 - Jannik Pollmeier​​​​​​​
Wahlbezirk 15 - Rene Kube​​​​​​​
Wahlbezirk 16 - Leif Christian Grimm​​​​​​​
Wahlbezirk 17 - Laura Ellermann

1. Sarah Louise Bernard
2. Laura Ellermann
3. Alexandra Rudolph
4. Thorben Rein
5. Julia Banhegyi
6. Vitali Weißbeck
7. Franziska John
8. Jannik Pollmeier
9. Valentina Koop

Unser Wahlprogramm für Hövelhof

OWL-PB

Hövelhof verändert sich! Wie so viele Gemeinden steht auch unsere vor großen Herausforderungen: Die Mieten steigen, Treffpunkte verschwinden, viele Menschen fühlen sich nicht mehr gehört und abgehängt. Während Einzelne immer mehr besitzen, wird für viele das tägliche Leben schwieriger. Mit Sorge beobachten wir in diesem Zusammenhang auch die politische Entwicklung vor Ort: Erstmals tritt eine Partei zur Wahl an, deren Inhalte und Rhetorik im Widerspruch zu den Grundwerten einer offenen und demokratischen Gesellschaft stehen. Gleichzeitig ist erkennbar, dass sich auch andere Parteien zunehmend von einer klaren Abgrenzung nach rechts entfernen.

Doch wir sagen: Hövelhof kann anders - sozialer - sein!

Die Linke Hövelhof steht für eine Politik, die auf dem Grundgesetz und den darin verankerten Menschenrechten basiert. Wir treten jeder Form von Ausgrenzung, Rassismus und Diskriminierung entschieden entgegen. Unser Verständnis von Demokratie ist untrennbar mit Solidarität, Gleichberechtigung, sozialer Teilhabe und der Verfassung verbunden. Wir wollen ein Hövelhof, das für alle Menschen offen ist – unabhängig davon, woher sie kommen, wie sie leben oder wen sie lieben.

Unsere Politik beginnt nicht im Rathaus, sondern bei den Menschen. Bei ihren Erfahrungen, Sorgen, Hoffnungen - und dem festen Willen, Dinge zu verändern. Dieses Wahlprogramm ist eine Einladung an alle, mit uns gemeinsam an einem Hövelhof zu arbeiten, das Zukunft für alle bietet.

Deshalb am 14. September Die Linke wählen!

In einer Zeit, in der rechte und menschenfeindliche Ideologien wieder offen auftreten und zunehmend Einfluss gewinnen, ist unser Verständnis von Demokratie klar: Sie bedeutet mehr als Wahlen und Verfahren. Sie lebt von Haltung, Beteiligung und Solidarität. Die Linke Hövelhof bezieht ohne Wenn und Aber klare Kante gegen Rechts. Wir stellen uns jeder Form von Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit entschieden entgegen, ob im Rat, auf der Straße oder im Alltag.

Gleichzeitig bedeutet Demokratie für uns: Alle Menschen müssen gleiche Rechte, gleiche Chancen und gleiche Würde erfahren - unabhängig von Herkunft, Geschlecht, sexueller Identität, sozialem Status oder Beeinträchtigung. Damit Demokratie nicht nur formal existiert, sondern im Alltag spürbar wird, braucht es breite Bündnisse, offene Beteiligungsmöglichkeiten und Räume für Engagement. Wir wollen eine demokratische Kultur in Hövelhof stärken, die nicht schweigt, wenn rechte Hetze laut wird, sondern sich solidarisch, laut und entschlossen dagegenstellt.

Linke Forderungen für eine gelebte und tolerante Demokratie in Hövelhof

  • Klare Positionierung der kommunalen Gremien und Verwaltung gegen jede Form von Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, Queerfeindlichkeit, Diskriminierung und patriarchaler Gewalt - durch öffentliche Stellungnahmen, Repräsentationen und gezielte Förderung zivilgesellschaftlicher Projekte.
  • Stärkung und Vernetzung von selbstorganisierten Gruppen, migrantischen Vereinen, Initiativen der Geflüchtetenhilfe und antirassistischen Bündnissen.
  • Aufbau und Förderung von Beratungsstellen, die Antidiskriminierung und Antirassismus in Hövelhof verankern und Betroffenen rechter Gewalt zur Seite stehen.
  • Eine stabile Brandmauer gegenüber rechten Parteien und Organisationen – keine Zusammenarbeit, keine Relativierung, keine Normalisierung.
  • Kooperation aller demokratischen Kräfte – über Parteigrenzen hinweg – im Kampf gegen rechts.

Wir wollen eine Wohnpolitik, die allen das (Menschen-)Recht auf Wohnen garantiert. Eine Wohnpolitik, die sich nicht am Markt orientiert, sondern an den Bedürfnissen der Menschen. Die nicht auf Profite aus ist, sondern auf das Gemeinwohl. Wohnen darf kein Luxus sein und doch finden immer mehr Menschen auch in Hövelhof keine bezahlbare Wohnung mehr.

Während Mieten steigen, stagnieren Reallöhne und Sozialleistungen, sodass Wohnen für viele zur Belastung oder sogar zur Existenzfrage wird. Wir sagen klar: Das Zuhause darf keine Ware sein. Wir wollen ein Hövelhof, in dem sich jede:r das Wohnen leisten kann.

Linke Forderungen für bezahlbares Wohnen in Hövelhof

  • Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft Hövelhof/Senne. Für mehr bezahlbaren Wohnraum in öffentlicher Hand, weil es nun mal Teil der Daseinsvorsorge ist - sozial, dauerhaft und gemeinwohlorientiert.
  • Verpflichtende Quote für den öffentlichen Wohnungsbau. Mindestens die Hälfte aller öffentlichen Neubauwohnungen müssen preisgebunden und bezahlbare Wohnungen sein.
  • Leerstand aktivieren. Nutzung leerstehender Immobilien durch Förderung von Wohnungsgenossenschaften oder gemeinwohlorientierten Trägern und so soziales Wohnen ermöglichen.

Die Linke setzt sich stark für soziale Gerechtigkeit ein. Dabei bedeutet soziale Gerechtigkeit für uns: Hövelhof soll ein Ort sein, in dem alle gut und gerne leben. Wir setzen uns für eine solidarische Gemeinde ein, in der niemand durchs Raster fällt. Dafür stärken wir soziale Infrastruktur, bauen Barrieren ab und schaffen gezielte Unterstützung für Menschen in schwierigen Situationen.

Linke Forderungen für ein soziales Hövelhof

  • Kommunale Armutsprävention und Unterstützung in Krisensituationen. Etwa durch Einrichtung oder Ausweitung eines Sozialfonds für Notlagen (z.B. für Heizkosten, Schulmaterial, durch Schäden aufgrund von extremen Wetterlagen im Rahmen des Klimawandels). Ferner soll ein Ausweiten und stärkeres Bewerben von teilweise schon bestehenden Sozialberatungsstellen, z.B. das Familienzentrum Schatenstraße, erfolgen.
  • Barrierefreiheit im Alltag ausbauen - für ein Hövelhof ohne Hürden. Inklusion beginnt im Alltag und deshalb müssen öffentliche Gebäude, Wege und digitale Angebote in Hövelhof barrierefrei und verständlich zugänglich sein. Wir fordern, dass Verwaltungsprozesse inklusiver gestaltet und inklusive Freizeitangebote, etwa im Sport (wie beispielsweise beim SJC Hövelriege), in der Kultur oder in Ferienprogrammen gezielt ausgebaut und unterstützt werden.
  • Hövelhofer Infrastruktur solidarischer gestalten. Niemand soll in Hövelhof mit seinen Sorgen allein bleiben - darum setzen wir uns für ein unabhängiges, mehrsprachiges Beratungsangebot und einen kommunalen Aktionsplan gegen Diskriminierung ein. Gleichzeitig wollen wir Projekte fördern, die Vielfalt und Zusammenhalt im Alltag stärken, von Nachbarschaftstreffs bis hin zu repräsentativen Formaten.
  • Sicher leben - weniger Straftaten durch Prävention und Zusammenhalt. Die aktuelle Kriminalstatistik zeigt - die Zahl der Straftaten nimmt auch in Hövelhof zu. Dabei sind vor allem Jugendliche und Heranwachsende tatverdächtig. Wir wollen daher eine Stärkung der Präventionsprogramme in Schulen, Vereinen und Jugendtreffs, etwa durch Gewaltprävention, Antidiskriminierungsarbeit und soziale Konfliktlösung. Auch Kooperationen mit zivilgesellschaftlichen Initiativen zu stärken, die sich für Nachbarschaftshilfe, Gewaltprävention und Integration einsetzen, ist unser Ziel.
  • Ehrenamt stärken. Ehrenamt ist ein tragender Pfeiler unserer Gemeinde - ohne das Engagement vieler Hövelhofer:innen in Vereinen, sozialen Initiativen und Nachbarschaftshilfe wäre unser Zusammenleben nicht denkbar. Deshalb wollen wir freiwilliges Engagement sichtbarer machen, gezielt unterstützen und bessere Rahmenbedingungen für alle Ehrenamtlichen schaffen, z.B. durch kostenfreie oder vergünstigte Nutzung kommunaler Räume und Einrichtungen für ehrenamtlich getragene Angebote.

Arbeit bestimmt unser aller Leben: Sie sichert Einkommen, ermöglicht Teilhabe und prägt den Alltag. Doch prekäre Beschäftigungen, Niedriglöhne und unsichere Arbeitsverhältnisse gefährden diese Grundlage. Deshalb ist es eine zentrale politische Aufgabe, Arbeit vor Ort wieder gerecht zu gestalten, wie beispielsweise durch Stärkung der gewerkschaftlichen Organisation der Arbeitnehmer:innen auch in den Unternehmen vor Ort.

Linke Forderungen für ein faires Arbeiten in Hövelhof

  • Gewerkschaftsarbeit stärken. Wir laden Gewerkschaften aktiv zu regelmäßigen Sprechstunden mit den Arbeitnehmer:innen in Hövelhof ein. So erhalten Arbeitnehmer:innen Unterstützung bei Fragen zu beispielsweise Löhnen, Arbeitszeiten und Kündigungsschutz.
  • Vorbildfunktion der Gemeinde als Arbeitgeber und bei Ausschreibungen. Die Gemeindeverwaltung kann selbst hohe arbeitsrechtliche Standards setzen, die lokale Nachahmung findet, wie beispielsweise faire Löhne, sichere Arbeitsplätze, flexible Arbeitszeiten und betriebliche Gesundheitsförderung. Bei öffentlichen Ausschreibungen werden Unternehmen nicht berücksichtigt, die ihre Beschäftigten unter Tarif bezahlen oder Mitbestimmung verhindern. Öffentliche Mittel werden soziale Ausbeutung nicht unterstützen.
  • Erleichterung des (Wieder-)Einstiegs in den Arbeitsmarkt. Aktive Unterstützung und Beratung von Menschen, die dem Arbeitsmarkt für eine gewisse Zeit fernbleiben mussten, z.B. aufgrund von Krankheit, Kindeserziehung und Migration. Programme, die Arbeitslose durch Qualifizierung, Beratung oder gemeinwohlorientierte Beschäftigung wieder in Arbeit bringen.

Bildung ist eine der zentralen Zukunftsaufgaben, auch auf kommunaler Ebene. Umso bedenklicher ist es, dass der Bildungsetat in Hövelhof zuletzt um 450.000 Euro gekürzt wurde. Diese Entwicklung wirft Fragen auf: Wie können Chancengleichheit und Teilhabe gesichert werden, wenn an Bildung gespart wird? Gerade jetzt braucht es eine klare Prioritätensetzung für eine Gemeinde, die in ihre Kinder, Jugendlichen und die Zukunft investiert.

Linke Forderungen für eine gerechte und umfassende Bildung in Hövelhof

  • Bildung gerecht gestalten. Armut bleibt eines der größten Bildungshemmnisse. Bildung darf kein Privileg sein. Wir fordern gebührenfreie, gebundene Ganztagsschulen nach dem Konnexitätsprinzip, um allen Schüler:innen unabhängig vom Elternhaus ein förderndes Lernumfeld zu bieten. Besonders Grundschulen mit einem hohen Anteil an sozial oder bildungsbenachteiligten Kindern brauchen gezielte Unterstützung – räumlich, personell und pädagogisch.
  • Kindgerechte Beteiligung an der Demokratie stärken. Um systematischer Diskriminierung entgegenzuwirken, ist es wichtig, dass unsere Jugend aufgeklärt wird. Sie müssen ihre eigenen Rechte kennen und einordnen können, um ein Verständnis für die Rechte anderer zu entwickeln und diese zu wahren. Daher fordern wir als Linke verpflichtende Bildungsaktionstage an allen kommunalen Schulen.
  • Grundschule entlasten - Klassengrößen begrenzen. Das aktuelle Schulgesetz ermöglicht kommunale Regelungen zu Klassengrößen, was in dicht besiedelten Gemeinden wie Hövelhof zu überfüllten Klassen führt. Wir fordern eine klare Begrenzung auf 15 bis maximal 20 Schüler:innen pro Klasse um individuelles Lernen zu stärken und Lehrkräfte zu entlasten.
  • Gesundes Essen für alle Kinder. Essen darf kein Luxus sein. Die derzeitige Regelung, nach der das Mensaessen durch Eltern finanziert wird, schließt Schüler:innen aus einkommensschwachen Haushalten aus. Wir fordern eine kostenfreie Mittagsverpflegung an allen Schulen und für alle.
  • Lebenslanges Lernen - Weiterbildung stärken. Bildung endet nicht mit dem Schulabschluss. Wir fordern ein breites, kostenfreies Weiterbildungsangebot mit Fokus auf gesellschaftliche Entwicklung, politische Bildung und individuelle Interessen. Die Volkshochschule muss gestärkt und ausgebaut werden, mit mehr öffentlichen Fördermitteln im Rahmen der Daseinsvorsorge.

Kultur und Freizeit sind mehr als nur Zeitvertreib. Sie stiften Gemeinschaft, fördern Teilhabe und machen eine Gemeinde lebendig. Doch in Hövelhof fehlt es vielerorts an Räumen, Angeboten und Zugängen, die wirklich allen offenstehen. Wir setzen uns dafür ein, dass Kultur und Freizeit fester Bestandteil des öffentlichen Lebens werden – inklusiv, vielfältig und für alle Generationen. Und unsere Gemeinde hat dafür beste Voraussetzungen: engagierte Menschen, wunderbare Traditionen, kreative Potenziale und eine schöne, ländliche Umgebung. Doch dieses Potenzial bleibt zu oft ungenutzt.

Linke Forderungen für mehr kulturelle Teilhabe und Freizeitangebote in Hövelhof

  • Kultur für alle – Vielfalt sichtbar machen. Wir setzen uns für den Ausbau der kommunalen Kulturförderung in Hövelhof, um lokale Initiativen, Vereine und Künstler:innen gezielt zu unterstützen. Mehr öffentliche Kulturveranstaltungen wie Open-Air-Kino, Lesungen und interkulturelle Feste sollen stattfinden. Der Zugang zur Kultur wird durch kostenfreie oder vergünstigte Eintrittsmöglichkeiten für Kinder, Jugendliche, Rentner:innen und Menschen mit geringem Einkommen erleichtert. Zudem wollen wir die kulturelle Bildung stärken, insbesondere durch die Zusammenarbeit mit Schulen und Jugendzentren.
  • Freizeitangebote für junge Menschen. Jugendliche brauchen Räume, in denen sie sich frei entfalten können. Deshalb setzen wir uns für den Erhalt und Ausbau offener Treffpunkte in Hövelhof ein. Von Jugendzentren bis hin zu anderen niedrigschwelligen Angeboten. Dabei ist uns wichtig, dass junge Menschen nicht nur Angebote nutzen, sondern diese auch aktiv mitgestalten können. Durch Jugendforen und echte Beteiligungsformate sollen ihre Ideen und Anliegen gehört und umgesetzt werden. Gleichzeitig wollen wir Freizeitangebote modernisieren und zeitgemäß gestalten, etwa durch digitale Angebote wie E-Sports, kreative Workshops, offene Werkstätten oder kulturelle Mitmachprojekte.
  • Freizeit für Familien und alle Generationen. Wir wollen Hövelhof familienfreundlicher und generationengerechter gestalten, mit Angeboten wie Familienfesten, thematischen Wochenenden im Schlosspark und der Sanierung von Spielplätzen. Für Senior:innen soll es mehr Freizeitmöglichkeiten geben, etwa Kultur-Cafés, generationsübergreifende Erzählabende und digitale Schulungen. Barrierefreiheit ist uns wichtig. Alle Veranstaltungen und Einrichtungen müssen für jeden zugänglich sein. Ein Beispiel für mehr Teilhabe ist die Wiedereinführung des Damenschwimmens im Sennebad.
  • Kultur und Natur verbinden. Wir wollen Kultur in die Natur bringen - mit Konzerten im Freien, Lesungen am Teich und kreativen Projekten mit Schulklassen. Themenwege und ein neuer Trimm-Dich-Pfad sollen Kunst, Geschichte und Bewegung verbinden. Gemeinsam mit Umweltgruppen und Künstler:innen möchten wir Projekte fördern, die Natur und Kultur zusammendenken.

Demokratie lebt vom Mitmachen, denn sie endet nicht mit der Stimmabgabe. Eine lebendige Kommune braucht bürgerliche Mitgestaltung, Offenheit und Transparenz. In Hövelhof ist das bislang kaum der Fall: Es gibt weder Bürger:innenräte noch Gremien für Jugendliche, Senior:innen oder andere gesellschaftliche Gruppen. Auch sachkundige Bürger:innen, die mit Fachwissen wichtige Impulse geben könnten, sind im Gemeinderat nicht vertreten.

Einzelne Standorte der Gemeinde sind schwer erreichbar, viele Entscheidungen und Prozesse sind nicht nachvollziehbar oder werden hinter verschlossenen Türen getroffen.

Die Linke Hövelhof will das ändern. Wir wollen eine transparente, demokratische Kommune, in der Menschen mitreden, mitgestalten und mitentscheiden können - unabhängig von Alter, Herkunft oder sozialem Status.

Linke Forderungen für mehr Bürgerbeteiligung und Transparenz in Hövelhof

  • Einführung eines Bürger:innenrats. Ein dauerhaftes Gremium Einwohner:innen, das Empfehlungen an den Gemeinderat geben und Debatten begleiten kann - für eine Politik näher an den Menschen.
  • Einführung eines Jugendrats und eines Senior:innenrats. Damit junge und ältere Menschen ihre Anliegen direkt in kommunale Prozesse einbringen können.
  • Einrichtung von Bürger:innenforen und thematischen Beteiligungsverfahren. Bei größeren Vorhaben wie Bauprojekten, Verkehr, Umwelt oder Haushalt. Mit frühzeitiger Information und echter Mitsprache
  • Einbindung sachkundiger Bürger:innen in Ausschüsse. Auch ohne Ratsmandat sollen engagierte Menschen mit Fachwissen politisch mitwirken können, denn so wird die Kommunalpolitik transparenter, vielfältiger und fachlich fundierter.
  • Regelmäßige, öffentliche Bürgersprechstunden. Mit Bürgermeister, Verwaltung und Vertreter:innen des Gemeinderats, auch in den Ortsteilen. Wir wollen, dass Menschen die Möglichkeit haben sich einfach über Ihre Rechte informieren können, um sich selbst und die demokratische Gesellschaft zu schützen
  • Alle Sitzungsunterlagen, Protokolle und Entscheidungen zeitnah online zugänglich machen und verständlich aufbereiten - barrierefrei, in einfacher Sprache und bei Bedarf mehrsprachig.
  • Livestreams und/oder Aufzeichnungen wichtiger Ratssitzungen, damit sich alle über Debatten und Beschlüsse informieren können, auch wenn sie nicht vor Ort sein können.
  • Einführung einer Online-Beteiligungsplattform für Ideen, Umfragen, Vorschläge oder Kritik - leicht zugänglich, niedrigschwellig und regelmäßig ausgewertet.

Im Rahmen unseres Wahlprogramms für die Sennegemeinde Hövelhof setzen wir uns mit Nachdruck für eine nachhaltige und sozial gerechte Zukunft ein. Dabei stehen Klimaschutz, Umwelt- und Naturschutz sowie eine zukunftsfähige Energiewirtschaft im Mittelpunkt unserer Politik. Wir wollen Hövelhof zu einer lebenswerten, grünen Gemeinde machen, die aktiv gegen die Folgen des Klimawandels vorgeht und die Natur wie Menschen schützt.

Linke Forderungen für Klima, Umwelt und Natur in Hövelhof

  • Nachhaltige Gestaltung des Henkenplatzes. Ein wichtiger Schritt ist die Verbesserung des Henkenplatzes: Wir schlagen vor, die Begrünung dieses zentralen Ortes zu erweitern, um mehr Lebensraum für Insekten, Vögel und andere Tiere zu schaffen und gleichzeitig das Ortsklima zu verbessern.
  • Erneuerbare Energien auf öffentlichen Flächen. Zudem wollen wir auf öffentlichen Gebäuden und Parkplätzen, wie dem Parkplatz über EDEKA, Photovoltaik-Anlagen installieren. Überdachte Solaranlagen auf Parkplätzen bieten die Möglichkeit, erneuerbare Energie zu erzeugen, ohne wertvollen Platz zu verschwenden
  • Förderung der Biodiversität in der Gemeinde. Auch die Gestaltung unserer Gemeinde soll nachhaltiger werden. Wir setzen uns für die Neugestaltung der Beet-Flächen im Ort ein, um mehr regionale Pflanzen, Blumen und Stauden zu integrieren, die Bienen, Schmetterlinge und andere Bestäuber anziehen. So fördern wir die Biodiversität direkt vor Ort und schaffen gleichzeitig schöne, lebendige Gemeinschaftsflächen.

Die Mobilität in Hövelhof ist ein zentrales Thema für die Lebensqualität aller Bürger:innen. Um den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden, setzen wir uns für eine umfassende Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs ein.

Linke Forderungen für die Infrastruktur und ÖPNV in Hövelhof

  • On-Demand-Verkehr. Wir wollen einen bedarfsorientierten Ausbau des On-Demand-Verkehrs.
  • Direkte Buslinie nach Paderborn. Die Reaktivierung der direkten Busverbindung von Hövelhof nach Paderborn ist unabdingbar.
  • Ausbau des Spätverkehrs und Einführung von sog. “Frauentaxen”. Wir setzen uns für den Ausbau des Spätverkehrs ein, um auch in den Abend- und Nachtstunden eine zuverlässige Anbindung zu gewährleisten. Zusätzlich fordern wir die Einführung von „Frauentaxen“, die Frauen eine sichere und kostengünstige Transportmöglichkeit bieten, um mehr Unabhängigkeit und Sicherheit zu ermöglichen.
  • Einführung eines kommunalen Ticketsystems. Insbesondere für sozial schwache Menschen wie beispielsweise Senior:innen, Alleinerziehende, etc. wollen wir den Zugang zu Mobilität erleichtern, indem wir uns für ein sog. “Hövelticket” stark machen wollen, bei dem z.B. Fahrten von Hövelhof nach Paderborn kostenfrei sind.
  • Gefahrenpotenzial erfassen und ggf. minimieren. Um die Sicherheit im Verkehrsbereich zu erhöhen, wollen wir ein bestehendes Gefahrenpotential unter anderem an der Geha-Einfahrt erörtern und entsprechende Gefahren minimieren.
  • Ausbau des WLAN-Hotspots der Gemeinde Hövelhof. Bisher beschränkt sich die Erreichbarkeit des WLAN-Hotspots der Gemeinde auf einen eingeschränkten Radius rund um den Marktplatz. Wir wollen die Reichweite auf den gesamten Ortskern ausweiten und den Bedarf in den Außenbereichen der Gemeinde prüfen.

Eine gerechte Gesellschaft beginnt mit einer konsequenten Gleichstellungspolitik, die eine gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Leben sichert und so effektiv vor Diskriminierung und Gewalt schützt - ungeachtet ihrer sexuellen Orientierung, Herkunft, Alters, Sprache oder Religionszugehörigkeit.

Deshalb setzen wir uns für ein Hövelhof ein, das Vielfalt lebt - gegen Rassismus, gegen Diskriminierung und für ein solidarisches Miteinander. Hövelhof muss ein Ort sein, an dem sich alle Menschen sicher und respektiert fühlen!

Linke Forderungen für Gleichstellung gegen Diskriminierung und Gewalt in Hövelhof

  • Konsequente Quotenregelungen. Frauen sind in der Gemeinde Hövelhof in politischen Ämtern deutlich unterrepräsentiert, obwohl sie mindestens die Hälfte der Bewohner:innen in Hövelhof stellen. Drei der zu wählenden Parteien zur Kommunalwahl 2025 stellen 80% Männer auf und verhindern so aktiv, dass Frauen ihren Lebensalltag in Hövelhof politisch mitgestalten können. Wir fordern daher eine Frauenquote in allen politischen Gremien der Gemeinde.
  • Begegnungsräume/-aktionen schaffen. Diskriminierung entsteht hauptsächlich durch Vorurteile und Unkenntnisse über andere Kulturen, Ethnien oder generellen Lebensumständen. Durch die Begegnung mit anderen Menschen, die unserem eigenen Alltag fern sind, entwickeln wir Verständnis für andere. Für ihre Lebensumstände. Ihre Kultur. Ihren Alltag. Dafür fordern wir mehr Begegnungsräume/-aktionen. Damit sich unterschiedliche Gesellschaftsschichten wieder begegnen, die im normalen Alltag kaum Berührungspunkte haben, denn nur ein Miteinander schafft Verständnis und Respekt.
  • Existenzsichernde Unterstützung für Alleinerziehenden. Alleinerziehende in der Gemeinde Hövelhof stehen vor vielfältigen Herausforderungen. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie stellt eine besondere Herausforderung dar, insbesondere angesichts der begrenzten Betreuungsangebote. Daher fordern wir als Linke Maßnahmen zur Unterstützung Alleinerziehender aller Geschlechter vor Ort, z. B. Einführung eines Familienpasses mit Vergünstigungen oder Förderung und Ausbau von Ganztagsbetreuung und Notfall-Betreuungsangeboten für kurzfristige familiäre Engpässe.
  • Senior:innen vor Armut schützen. Immer mehr ältere Menschen sind von Armut betroffen, und die Armutsgefährdungsquote steigt stetig an. Die Folge: Armutsgefährdete Rentner ziehen sich oft zurück und vereinsamen, was zu gesundheitlichen Problemen und einer verkürzten Lebenserwartung führen kann. Daher fordern wir eine stärkere Unterstützung von Senior:innen, z.B. durch vergünstigte oder kostenlose Nutzung von ÖPNV, Eintritt zu Freizeit- und Kultureinrichtungen, Schwimmbädern und Bibliotheken oder Aufbau und Förderung von Nachbarschafts- und Besuchsdiensten, damit einsame und bedürftige Senior:innen regelmäßig Kontakte haben und kleinere Alltagsprobleme nicht zum Risiko werden.
  • Angebote und Orte für queere Menschen schaffen. Hövelhof muss ein Ort sein, an dem sich alle Menschen sicher und respektiert fühlen, unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität. Doch bisher gibt es in Hövelhof keine zentrale Anlaufstelle für queere Menschen, um sich beraten zu lassen oder sich einfach nur mit Gleichgesinnten auszutauschen. Daher fordert die Linke ein zentrales Begegnungs- und Beratungsangebot für queere Menschen in Hövelhof.
  • Aktiver Schutz vor Gewalt und das Schaffen von Schutzräumen. Jede dritte Frau erlebt in ihrem Leben sexuelle Gewalt. Sexuelle Übergriffe, durch Catcalling und grenzüberschreitendes Verhalten von Männern ist alltäglich für fast jede Frau. Dieses Verhalten kann in der Gemeinde Hövelhof nicht toleriert werden. Daher fordern wir, Frauen aktiv zu schützen und Schutzräume schaffen, indem z.B. durch eine Zusammenarbeit mit den zuständigen Hilfsorganisationen (Deutsches rotes Kreuz, Johanniter, ASB, Malteser) bei jedem Volksfest in Hövelhof eine genau dafür geschulte unabhängige Ansprechpartnerin für sexuelle Übergriffe jeglicher Form bereitgestellt wird und Treffpunkte oder geschützten Räume für FLINTA (Frauen, Lesben, inter, nicht-binäre, trans und agender Personen) geschaffen werden.
  • Bereitstellung von Damen-Hygieneartikeln im öffentlichen Raum. Teure Hygieneartikel für unvermeidbare biologische Prozesse dürfen kein Luxus sein, sondern sollten jederzeit für Frauen zur Verfügung stehen. Um die Periode zu enttabuisieren und Frauen zu entlasten, fordern wir kostenlose Damenhygieneartikel im Rathaus, an allen Schulen und allen anderen öffentlichen Einrichtungen.
  • Bereitstellung eines Eltern-Kits im Rathaus. Um Eltern besser zu unterstützen und echte Teilhabe zu ermöglichen, setzen wir uns für die Bereitstellung eines „Eltern-Kits“ im Rathaus ein. Dazu gehört ein voll ausgestatteter, barrierefreier Wickelbereich ebenso wie die Möglichkeit, in finanziellen Notlagen kostenlos Windeln und Feuchttücher vor Ort zu erhalten. So wird das Rathaus auch für junge Familien ein offener und unterstützender Ort.

Themenplakate

Schon gewusst? Jede Stimme zählt!

Auch wenn in einem einzelnen Wahlbezirk die Kandidat*innen der LINKEN einmal nicht das Direktmandat erreichen, also die meisten Stimmen im Bezirk erhalten, so ist diese Stimme dennoch nicht verloren!

Denn die Besetzung des Stadtrates erfolgt in zwei Schritten:

In den Wahlbezirken sind diejenigen Kandidat*innen direkt gewählt, die die relative Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen im Wahlbezirk erzielt haben. Für die Verteilung der Gesamtmandate nach Verhältniswahlgrundsätzen werden von der Ausgangszahl die Wahlkreissitze erfolgreicher Einzelbewerber abgezogen.

Diese verbleibende Sitzzahl wird auf die Parteien, entsprechend dem Verhältnis ihrer insgesamt erreichten Stimmenzahlen verteilt.

Von den so auf eine Partei entfallenden Sitze werden die in den Wahlbezirken direkt errungenen Mandate abgezogen. Die verbleibenden Sitze werden entsprechend der Reihenfolge der Bewerber*innen auf der Reserveliste vergeben. Bewerber*innen, die in einem Wahlbezirk gewählt sind, bleiben auf der Reserveliste unberücksichtigt. Ist die Reserveliste erschöpft, bleiben weitere Sitze unbesetzt.