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Zum Krieg in Libyen
Erneut fallen Bomben, erneut sterben Menschen, erneut lehnt sich niemand auf. Die „Koalition der Willigen“ treibt ihr Unwesen, die NATO zeigt schon wieder, welches politische Mittel ihr am besten liegt: Krieg!
Laut Medienberichten litt das libysche Volk, vor allem die Rebellen, an der Stärke Ghaddafis Streitkräfte. Sie wurden aus der Luft angegriffen, ihr Versuch den Diktator zu stürzen und das Land in eine funktionierende Demokratie zu führen drohte zu scheitern.
Sarkozy und seine britischen Freunde präsentierten sich in der Öffentlichkeit als „Retter“, sie wüssten was zu tun sei um der Bevölkerung Libyens Unterstützung und den Sieg über Ghaddafi zu bringen. Richtig, die Flugverbotszone. Das ist, historisch betrachtet (Irak), die vom Westen eingerichtete Zone, bevor die Bodentruppen in ein Land eindringen.
Das Wort „No-fly-Zone“ klingt harmlos, doch es ist alles andere als das. Es bedeutet Krieg gegen den Herrscher eines Landes zu führen, seine militärischen Stützpunkte zu zerstören und seine Luftwaffe auszuschalten. Es bedeutet, ein Land zu bombardieren in dem Menschen leben, und diese Menschen werden, nein, sie sind an den Bomben des Westens gestorben und sie sterben weiterhin.
Uns wird erzählt, es gehe doch nur um das Wohlergehen des libyschen Volkes! …Tatsächlich? Deshalb also hat die westliche Welt stets Waffen an Ghaddafi geliefert, wobei diese doch wussten dass er ein Diktator ist?
Nun, dieser Diktator kämpft nun mit deren Waffen gegen sein Volk, und er kämpft gegen sie.
Es geht dem Westen, es geht der NATO nicht um das Wohlergehen des libyschen Volkes, es geht, wie so oft, um Ressourcen. In Libyen gibt es Öl, und dieses muss gesichert werden.
Ginge es den Regierungen der beteiligten Staaten an der Flugverbotszone um das Wohl eines Volkes, warum spricht dann niemand über Bahrain, Palästina, Saudi-Arabien? Die saudische Regierung ließ Proteste brutal niederschlagen und schickte seine Truppen nach Bahrain, um die dortige Regierung gegen die Demonstranten zu unterstützen.
Verhandlungsvorschläge bzgl. Libyen aus Lateinamerika oder der Türkei wurden von der NATO nicht wahrgenommen, jedoch wurden und es werden noch immer Bomben auf Libyen geschmissen.
Es ist wie immer die unübertroffene Doppelmoral, Heuchelei und Gier nach Rohstoffen der westlichen Staaten und seiner Partner, welche einen neuen Krieg beginnen.
Dies darf nicht hingenommen werden! Wir, die Linksjugend [’solid] Paderborn, stehen geschlossen gegen die Intervention der NATO und seiner Partner in Libyen! Wir fordern den sofortigen Rückzug der Streitkräfte, einen sofortigen Stopp der Bombardements auf Libyen!
