Zum Hauptinhalt springen

Detailansicht ['solid]

Vor 70 Jahren: Überfall auf die Sowjetunion

Linksjugend ['solid]

Heute vor 70 Jahren, am 22. Juni 1941, begann der Überfall auf die Sowjetunion durch das faschistische Deutschland. Damit einhergehend begann ein gnadenloser Vernichtungsfeldzug gegen „minderwertige Rassen“ um „Lebensraum im Osten“ zu schaffen.

In einem bis dahin nicht gekannten Ausmaße wurden gegenüber den Soldaten des Gegners kriegsvölkerrechtliche Regeln überschritten und militärische Mittel auch gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt. Die Behandlung sowjetischer Kriegsgefangener war bewusst mit Abstand schlechter als die von westlichen alliierten Truppenangehörigen, die Politik der „verbrannten Erde“ zerstörte in großem Umfang die Lebensgrundlage der Bevölkerung und fordert in der ehem. Sowjetunion die mit Abstand höchste Zahl an Opfern unter der Zivilbevölkerung aller am II. Weltkrieg beteiligten Staaten. Heutige Schätzungen gehen von etwa 20 Millionen Opfern aus!

Der militärische Angriff setzte aber auch den Rahmen für die erste Stufe der Vernichtung der europäischen Juden. Mit Duldung, in Zusammenwirken oder mit direkter Beteiligung ermöglichte die deutsche Wehrmacht diesen Massenmord der sog. Einsatzgruppen und anderer Sondereinheiten, etwa die Hälfte aller im Holocaust getöteten jüdischen Bewohner Osteuropas kamen hierbei um.

Über 10 Millionen Menschen wurden zur Zwangsarbeit in den besetzten Gebieten eingesetzt oder in das Deutsche Reich verschleppt. Ihre Geschichte wurde am längsten verdrängt, galt doch ihr Schicksal als am wenigsten bedeutsam und nicht besonders tauglich, um heroische Narrative in den jeweiligen Gesellschaften zu begründen. Für etliche der zur Zwangsarbeit eingesetzten sowjetischen Kriegsgefangenen und italienischen Militärinternierten ist auch noch keine Entschädigung erfolgt.

In der BRD wurden diese Verbrechen jahrzehntelang verschwiegen oder als „normale“ Kriegshandlung verharmlost; dies änderte sich erst mit der „Wehrmachtsausstellung“ Mitte der 1990er Jahre. Entschädigung für die Millionen zivilen Opfer und für die Zwangsarbeiter, die in deutschen Fabriken bis zum Tod ausgebeutet wurden, gibt es bis zum heutigen Tag nicht.

Als sozialistischer und antifaschistischer Jugendverband, ist es unsere Aufgabe und Pflicht an diese abscheulichen Taten zu erinnern! Unser Gedenken gilt an all die Millionen Opfer des nationalsozialistischen, vom Monopolkapitalismus unterstützten, Terrors.

NIE WIEDER KRIEG! NIE WIEDER FASCHISMUS!

Zurück zum Kopf der Seite