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Das CDU-Präsidium und die „Homo-Ehe“: Fundamentalismus und Menschenfeindlichkeit

Via BundessprecherInnenrat der Linksjugend [’solid]:

Zur Entscheidung des CDU-Präsidiums, die steuerliche Gleichstellung der sogenannten “Homo-Ehe” nicht zu befördern, erklärt Josephine Michalke, Bundessprecherin der linksjugend [’solid]: „Es hat sich einmal mehr der fundamentalistische Flügel in der CDU durchgesetzt. Nicht einmal die bereits jetzt anachronistische Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften mit der Ehe wird von der Union unterstützt. Dafür gesorgt haben nicht zuletzt die Erzkonservativen der CDU.“

Die Debatte der letzten Tage zeigte sehr deutlich, welche menschenfeindliche Ideologie hinter den Positionen der CDU steht. „Mit der rückschrittlichen Auffassung der Ehe knüpft die CDU direkt an die homophoben Ressentiments von Teilen unserer Gesellschaft an. Die Liebe zwischen Menschen wird offensichtlich nur nach vorgeblicher ‚biologischer Nützlichkeit‘ beurteilt. Die ‚biologische Nützlichkeit‘ von Partnerschaften wurde vorher nur von den Nationalsozialisten betont“, so Michalke.

Und auch die Absurdität der Argumentation wurde in der Debatte deutlich. Diese fußt vor allem auf irrationalen Ängsten der Konservativen. „Die Menschenfeinde der CDU malen wegen einer Gleichstellung der Homo-Ehe das Ende der Menschheit an die Wand. Das ist dermaßen an den Haaren herbeigezogen, dass eine ernsthaft politische Debatte kaum noch möglich ist. Das sind FundamentalistInnen.“, sagt Sebastian Lucke, ebenfalls Bundessprecher.

Dabei greift die Debatte auch nicht weit genug, lediglich die Gleichstellung von homosexuellen Paaren zu diskutieren: „Es sollte nicht mehr nur um die Gleichstellung der Ehe gehen. Menschen leben in ganz verschiedenen Lebenspartnerschaften miteinander. Eigentlich muss es darum gehen, Eheprivilegien im Allgemeinen abzuschaffen. Ob Menschen, gleich welchen Geschlechts, sich zu zweit oder zu fünft lieben, hat den Staat nicht zu interessieren.“, so Lucke.

Weitere Informationen gibt es auch beim „Bundesarbeitskreis Queer“ der Linksjugend [’solid].

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