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Foto: maro/corto/Umbruch-Bildarchiv

20 Jahre Pogrom von Hoyerswerda

Linksjugend ['solid] Paderborn

Dieses Wochenende jährt sich der rassistische Pogrom von Hoyerswerda zum zwanzigsten Male. Zwischen dem 17. und 23. September 1991 griffen Neofaschisten unter dem Beifall vieler BürgerInnen Hoyerswerdas Vertragsarbeiterwohnheime und Flüchtlingsunterkünfte an und terrorisierten dessen BewohnerInnen, bis schließlich eine Evakuierung nötig war. Die Sicherheit der in Hoyerswerda lebenden MigrantInnen war nicht mehr gewährleistet. Hoyerswerda stellte den Auftakt weiterer rassistischer Pogrome und Überfälle auf MigrantInnen dar. Höhepunkt bis dato, waren die Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen 1992. Seit 1991 sind mehr als 100 Menschen, die nicht in das primitive Menschenbild der Neonazis passen, durch Übergriffe und Gewaltexzesse ermordet worden.

Angesichts der Zunahme rechtsextremistischer Gewalt, angesichts des erneuten Einzugs der NPD in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, angesichts rechtspopulistischer Parolen gegen Migrantinnen und Migranten kann das Ziel nur die Stärkung des zivilgesellschaftlichen Engagements sein. Rassistische und neonazistische Tendenzen dürfen wir nicht dulden. Die finanziellen Mittel für Projekte gegen rechts dürfen nicht gekürzt werden. Die Bundesregierung muss die vorgesehene Kürzung von 1,6 Millionen Euro sofort zurücknehmen. Neben dem Bund sind aber auch die Länder und Kommunen in der Pflicht, Rassismus deutlich offensiver und energischer zu bekämpfen als dies bisher der Fall war.

Als antifaschistischer und basisdemokratischer Jugendverband rufen wir alle Bürgerinnen und Bürger zu mehr Zivilcourage auf, damit sich diese Bilder nie wieder ereignen!

Keinen Fuß breit den Faschisten! NO PASARÀN! 

Weitere Informationen gibt es auf Pogrom 91

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