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DIE LINKE. KV Paderborn

„Sind rassistische Äußerungen jetzt akzeptierte Positionen in der Kreishandwerkerschaft?“ - DIE LINKE ruft die Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe zur klaren Distanzierung auf

„Wir rufen die Kreishandwerkerschaft auf, sich öffentlich und unmissverständlich von den rassistischen Aussagen von Clemens Tönnies zu distanzieren. Sollten die auf dem Tag des Handwerks diskriminierenden Aussagen über Menschen aus Afrika unwidersprochen bleiben, muss sie sich fragen lassen: Sind rassistische Äußerungen jetzt akzeptierte Positionen in der Kreishandwerkerschaft?“ empört sich Kreissprecherin Alina Wolf.

„Wir sind entsetzt, dass Clemens Tönnies offiziell unwidersprochen auf dem Tag des Handwerks rassistische Äußerungen unter Beifall des Publikums äußern konnte. Die Stellungnahme der Kreishandwerkerschaft ist in Undeutlichkeit kaum zu überbieten. Weder handelt es sich bei den Aussagen um eine bloße Zuspitzung, noch ist das selbstauferlegte Kommentierungsverbot für uns eine ausreichenden Rechtfertigung, sich nicht zu positionieren. Eine Distanzierung halten wir trotz des Rückziehers von Herrn Tönnies für dringend notwendig.“ sagt Kreissprecher Mehmt Ali Yesil.

„Die Kreishandwerkerschaft ist eine öffentlich-rechtliche Einrichtung. Damit unterliegt sie dem Gebot unserer Verfassung zur  Achtung der Menschenwürde und dem Diskriminierungsverbot, das auch für die Herkunft gilt. Außerdem versteht sich die Kreishandwerkerschaft in öffentlichen Äußerungen nicht nur als Vetreterin der Betriebsinhaber*innen, sondern auch der Beschäftigten. Darunter befinden sich Meister mit Migrationshintergrund und Kolleg*innen, die aus einem afrikanischen Land zugewandert sind. Diese Vielfalt in Frieden zu bewahren wurden durch die rassistischen Aussagen von Herrn Tönnies gestört. Die durch seine Rede entstandene Irritation im Publikum und hörbare Zwischenrufe sind Hinweise darauf. Eine deutliche Position kann Schaden vom Ruf der KH abwenden. Angesichts des Erstarken von nationalistischen und rassistischen Haltungen in Deutschland, die zunehmend Menschen in ihrem Leben gefährden, ist es auch die Verantwortung der Unternehmerverbände, hier klare Kante zu zeigen.“ ergänzt Jörg Schroeder, Mitglied im Kreisvorstand.