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Linksfraktion Salzkotten

Schulsozialarbeit an Grundschulen ausbauen

Die Linksfraktion Salzkotten bittet, den folgenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Ausschusses für Schule, Familie und Soziales vom 25.8.2020 zu setzen: 1. Die Verwaltung wird beauftragt, in enger Abstimmung mit den städtischen Grundschulen zu prüfen, ob das örtliche Angebot an Schulsozialarbeit nicht substantiell und bedarfsgerecht ausgebaut werden kann im Rückgriff auf den „Masterplan Grundschule“, den die Schulministerin Yvonne Gebauer vorgezogen in Kraft setzt. Danach unterstützen sozialpädagogische Fachkräfte die Schülerinnen und Schüler, deren Eltern sowie die Lehrerinnen und Lehrer und helfen aktuell insbesondere bei den Folgen der Corona-Pandemie und allgemein bei der – offensichtlich steigenden – Bildungsungerechtigkeit und bei anderen Aufgaben pädagogischer Arbeit. 2. Die Verwaltung wird beauftragt, im zuständigen Fachausschuss bzw. Rat zu berichten.

Begründung:

Für uns als Antragsteller festigte sich der Eindruck, dass die örtlichen Trägervertreter/die Verwaltung den Ausbau der Schulsozialarbeit ausbremsen und Schulleitungen suggerieren, einen geringeren oder keinen Bedarf für den Einsatz sozialpädagogischer Fachkräfte anzumelden oder zu akzeptieren. So gibt es immer noch keine feste Stelle, die an der jeweiligen Grundschule dauerhaft und mit angemessener Stundenzahl präsent ist und auch präventiv tätig werden kann.

Dabei empfehlen Fachverbände eine Vollzeit-Stelle für Schulsozialarbeit für je 150 Schülerinnen und Schüler an jeder Schule. Die Situation an Grundschulen in Salzkotten sieht katastrophal anders aus! Im derzeitigen Zustand kann die Schulsozialarbeit allenfalls als eine Art Feuerwehr agieren, wenn Lehrerinnen und Lehrer und anderes Schulpersonal nicht mehr weiter wissen. Das wird dem Konzept von Schulsozialarbeit in keiner Weise gerecht.

Dagegen formuliert das NRW Schulministerium folgende Ziele für Schulsozialarbeit:

„Jugendliche und ihre Eltern öffnet die Schulsozialarbeit neue Zugänge zum Leistungsangebot der Jugendhilfe und erweitert deren präventive, integrative und kurative Handlungsmöglichkeiten“. Aus: Ministerium für Schule und Bildung des Landes NRW, Bildungsland NRW, Schulsozialarbeit, festgestellt am 11-08-20.

Der vorgezogene, oben genannte “ Masterplan Grundschule“ bietet die Möglichkeit, den vorhandenen Bedarf an Schulsozialarbeit bei den örtlichen Schulen auch finanziell zu sichern. Dieser Masterplan wird auch in der Lokalpresse erwähnt, beispielsweise “Geseker Zeitung/Patriot“ 25. 07. 2020, Seite 1:
“Sozialpädagogische Fachkräfte. An den Grundschulen sollen 400 sozialpädagogische Fachkräfte zusätzlich eingestellt werden, die die Lehrkräfte im Präsenzunterricht unterstützen. Damit werde eine Maßnahme aus dem „Masterplan Grundschule“ vorgezogen, den Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) Anfang des Schuljahres vorstellen will. Ziel ist es, dass jede der fast 2800 Grundschulen in NRW eine solche Fachkraft hat.“