16. Juli 2016 Die Linke.SDS Paderborn, Manuel Leyva

Die Linke.SDS Paderborn erfolgreich bei Hochschulwahlen

Die Hochschulgruppe Die Linke.SDS Paderborn bedankt sich bei all seinen Wähler*innen. (Foto: Die Linke.SDS Paderborn)

Das Ergebnis zur Wahl des 45. Studierendenparlaments.

Das Ergebnis zur Wahl des Senats.

Hochschulwahlen 2016: parteinahe Hochschulgruppe stellt nun vier Mitglieder im Studierendenparlament sowie erstmals zwei von sechs studentischen Senatoren an der Universität Paderborn.

Die Linke.SDS Paderborn konnte bei den diesjährigen Hochschulwahlen massiv an Stimmen dazugewinnen und ist mit ihrem bisher besten Ergebnis seit ihrer Gründung 2013 aus den Hochschulwahlen vom 11. bis 13. Juli 2016 hervorgegangen. Nachdem die Gruppe noch bei den Wahlen 2015 einen Sitz verlor und mit nur noch zwei Parlamentarier*innen vertreten war, konnte in diesem Jahr der eigene Sitzanteil auf vier verdoppelt werden.

Weitere Gewinner dieser Wahl sind die neuen Listen „Engagiert, Pluralistisch, International“ (EPI) und die türkische Liste „Interkulturelle Vereinigung Paderborn“ (IVP). Beide konnten aus dem Stehgreif heraus fünf bzw. vier Sitze gewinnen. Größere Verluste mussten dagegen der RCDS (minus 2 Sitze) und die Liberale Hochschulgruppe (minus 4 Sitze) hinnehmen. Letztere forderte sogar die Wiedereinführung von Studiengebühren.

„Zwar haben wir mit einen leichten Zugwinn gerechnet, dass dieser aber so massiv ausfallen würden, hatte keiner von uns gedacht. Anscheinend konnten wir mit unserem Programm, in dem wir Probleme ansprechen, die die Studierenden bewegen, punkten. Eines dieser Probleme ist zum Beispiel das Praxissemester für Lehramtsstudierende. Eine hohe Anzahl der Studierenden wissen nicht, wie sie das Praxissemester neben dem Job, auf den sie finanziell angewiesen sind, bewältigen

sollen. Viele Studierende erhalten nur geringe oder gar keine BaföG-Mittel. An dieser Stelle wollen wir gemeinsam mit landesweit betroffenen Fachschaften anderer Hochschulen und mit diversen Institutionen innerhalb der Universität Paderborn Druck gegenüber der Landesregierung erzeugen.“, so Wahlkampfkoordinator Manuel. so Wahlkampfkoordinator Manuel Leyva. Zeya Mirza, SDS-Aktivist und stellvertretender AStA-Vorsitzender, ergänzt: „Daneben haben wir auch an unserer

Universität zunehmend mit verschiedensten Nationalismen zu kämpfen. Jüngst zeigte sich das in Form von Leugnungen des Genozids an den Armeniern. Hier als auch in anderen Bereichen wollen wir verstärkt Aufklärungsarbeit leisten und uns weiterhin aktiv gegen eine nationalistische Entwicklung stellen.“

SDS-Aktivistin Mareike Meyerink: „Wir wollen eine ökologische Uni. Dazu wollen wir den in der Uni entstehenden Müll reduzieren und dafür sorgen, dass aus unserer bereits ergrünten Uni eine bunte Uni wird mit vielen blühenden Pflanzen, die zudem Futter für Bienen bietet. Des Weiteren möchten wir die Idee des Foodsharings weiter ausbauen und mit einem derart starken Ergebnis der Hochschulwahlen ist uns dies auch möglich.“

„Weiterhin wollen wir eine sozialgerechte Universität. Deshalb wollen wir uns beispielsweise für Studierende mit Kind und für Studierende mit Beeinträchtigung stärker engagieren. Unser weiteres Engagement gilt den Studierenden, die von einer Abschiebung bedroht sind. Wir sind dafür, dass diese weiterhin juristische Unterstützung erhalten und auch dass Geflüchtete Zugang zu unserer Uni bekommen.“, so Serdal Igrek, ebenfalls SDS-Aktivist.

Bei den parallel zu den Parlamentswahlen stattfindenden Senatswahlen, für die die Studierendenschaft sechs studentische Vertreter*innen in den 28-köpfigen Senat wählt, konnte Die Linke.SDS Paderborn bei insgesamt fünf angetretenen Listen sogar zwei Senatssitze für sich in Anspruch nehmen.