12. Januar 2016 DIE LINKE. KV Paderborn, Jörg Schroeder

"Die Opfer von Köln werden schamlos benutzt!" - DIE LINKE mobilisiert zur Paderbunt-Demo

"Die Nationalisten und Spalter drängen massiv in die öffentliche Debatte. Deshalb steht DIE LINKE am Freitag mit allen Anhängern der Anti-AfD-Demo für Willkommenskultur und ein antirassistisches Paderborn! Wir werden an dem Sternmarsch vom Bahnhof und Rathaus teilnehmen." sagt Mehmet Ali Yesil, Kreissprecher der Partei DIE LINKE. "Unser Parteibüro in der Nähe der AfD-Demoroute wird an diesem Abend für alle weltoffenen Menschen geöffnet sein. Das Angebot gilt insbesondere auch für Journalistinnen und Journalisten, die bekanntlich immer wieder am Rande von AfD-Demos mit Gewalt angegriffen werden." lädt Yesil ein.

Rechte und konservative Parteien benutzten auf schamlose Weise das Leid der Kölner Frauen in der Silvesternacht um ihre ausgrenzende Politik zu begründen. Bei Vergewaltigungen und sexuellen Angriffen dürfe nichts verharmlost werden. Jeder Angriff zerstöre das Selbstbild und das Lebensvertrauen einer Frau. In Deutschland würden jedes Jahr ca. 8.000 Vergewaltigungen angezeigt - die Dunkelziffer sei weit höher. "Die sexuelle Demütigung von Frauen hat nichts ursprünglich mit Zuwanderung zu tun. Sie hat etwas mit der weltweit verbreiteten Diskriminierung von Frauen in allen Bevölkerungsgruppen zu tun. Dagegen hilft z.B. mehr Prävention durch soziale Arbeit mit Jungen und Männern sowie die Bestrafung von Tätern - aber nicht rassistische Ausgrenzung."  stellt Siegfried Nowak fest, Fraktionsvorsitzender von DIE LINKE/Piraten im Kreistag.

Dass gerade die AfD die Kölner Straftaten zum Anlass nimmt, empfinden DIE LINKEN als Verhöhnung der Opfer. "AfD-Rechtsaußen Björn Höcke schwafelt doch selbst von sexistischer 'Mannhaftigkeit' in seinen Reden. Jetzt so zu tun als sei die AfD die Vertreterin von weiblicher Emanzipation, ist ein Zynismus gegenüber allen Opfern sexueller und rassistischer Gewalt." ergänzt Kreissprecher Yesil.

Das Parteibüro ist ab 16.30 Uhr geöffnet in der Ferdinandstraße 25.