18. Februar 2017 DIE LINKE. KV Paderborn

Paderborner Polizei bestraft Engagement gegen Rechtsextreme mit Strafanzeige

Am 25.11.2016 stellten sich ca. 450 Bürgerinnen und Bürger der rassistischen Hetze von Anhängern der AfD sowie nahestehenden Organisationen geschlossen entgegen. Gegen die Versammlung mit ca. 45 Teilnehmern der rechten „Alternative“ wurde ein klares Zeichen gesetzt.

Die Demonstration verlief friedlich und ohne Zwischenfälle. So machten die Paderborner erneut deutlich, dass Hassreden und Nationalismus in unserer Stadt keinen Nährboden finden. Die Anhänger der AfD und Unterstützer anderer rechtsextremer Gruppen konnten am Tag gegen Gewalt gegen Frauen kein Gehör für ihre antifeministischen Auffassungen finden, da die Gegendemonstranten lautstark widersprachen und sich außerdem für ein buntes und weltoffenes Paderborn einsetzten.

Dennoch wurde Anzeige gegen eine Teilnehmerin der Gegendemonstration erstattet.  Die Gründe dafür erscheinen grotesk.

Die 26 jährige Ezgi Güyildar soll jetzt für ihr Engagement bestraft werden. Während der Kundgebung brachte sie ihren Protest gegen die rechten Parolen, so wie viele andere Demonstranten, mit einer Trillerpfeife zum Ausdruck. Diese Art der Meinungsäußerung sieht die Paderborner Polizei allerdings als einfache Körperverletzung an und erstattete Anzeige.

„Es ist ein Skandal, dass Engagement gegen Rechtsextremismus in Paderborn kriminalisiert werden soll. Um die Werte unserer Gesellschaft zu wahren, ist der entschlossene Protest gegen Rassismus unabdingbar und wir werden auch weiterhin dagegen auf die Straßen gehen.“, so die Landtagsdirektkandidatin der Linken für die Stadt Paderborn Alina Wolf.

Güyildar kandidiert auf Platz 11 der Landesliste für DIE LINKE und engagiert sich seit Jahren unter anderem für Flüchtlinge und soziale Gerechtigkeit.