5. Februar 2010 Martina Schu

Verpasste Chance für die CDU – keine weitere Förderung von Beratungsstellen in der Schwangerschaftsberatung!

Die Mehrheitsfraktion der CDU stimmte im Kreisausschuss gegen die Förderung von Pro Familia


Martina Schu, Kreistagsabgeordnete DIE LINKE: "Der Beratungsbedarf in der Schwangerschaftsberatung hat sich in den Jahren 2006 bis 2008 nahezu verdoppelt. Insbesondere im Bereich der allgemeinen Beratungen gibt es einen hohen Zuwachs von Beratungsgesprächen“, Schu weiter: „Der Anteil der Beratungsgespräche im Schwangerschaftskonflikt beträgt lediglich ca. 9%".

Udo Strüker, skB Sozial- und Gesundheitsausschuß: "Die Rahmenbedingungen für Familien sind in den letzten Jahren immer komplexer und schwieriger geworden. Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes, finanzielle und familiäre Probleme haben zu einer wesentlich höheren Anzahl von Beratungen geführt. Der enorm gestiegene Bedarf wird in Paderborn von sechs Beratungsstellen gestemmt".

Udo Strüker weiter: "Die Beratungsstelle des Kreises, sowie die vom Kreis geförderten Beratungsstellen, Donum Vitae und Diakonie können mit insgesamt vier Vollzeitstellen, den stetig steigenden Bedarf an Beratungen gar nicht erfüllen".

Dennoch wurden und werden die Anträge auf finanzielle Unterstützung von freien Trägern z.B. Pro Familia mit schöner Regelmäßigkeit abgelehnt.

Martina Schu: "Es ist nur der Hartnäckigkeit und dem Engagement der freien Träger zu verdanken, dass in Paderborn überhaupt ein adäquates Angebot für Schwangerschaftsberatungen zur Verfügung steht, die CDU jedenfalls lässt die Bürgerinnen und Bürger ausgerechnet in dieser sensiblen und schwierigen Situation allein!"

Martina Schu weiter: "Wir kritisieren als LINKE auch ganz grundsätzlich, dass es keinerlei Kriterien für die Gewährung einer Förderung und damit auch keine Transparenz gibt, sondern nur ideologisch bestimmte Entscheidungen. Und weiter: „Nach dem Gesetz hat jede Frau und jeder Mann ein Recht auf Beratung und kann die Beratungsstelle frei wählen – d.h. Wahlfreiheit bedeutet auch die Notwendigkeit eines pluralistischen Angebots! Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass. Das war gestern! Vertan die Chance für die CDU-Fraktion, zu zeigen, dass sie in der Lage ist über den eigenen Tellerrand hinaus zusehen."


Mit freundlichen Grüßen
Martina Schu
DIE LINKE.PADERBORN