1. März 2017 DIE LINKE. KV Paderborn

„Koch rechnet sich die Probleme am Wohnungsmarkt einfach weg.“ Alina Wolf nimmt Stellung zum Streit um die Mietbelastung in der Neuen Westfälischen Zeitung.

„Herr Koch hat den Kontakt zur Bevölkerung mit normalem Einkommen und vor allem den sozial Benachteiligten scheinbar völlig verloren. Er rechnet sich die Probleme am Wohnungsmarkt einfach weg. Die Zahlen aus Spiegel-Online sind Durchschnittszahlen, die nichts über das Problem bezahlbarer Wohnung oder knappen Einkommen aussagen. Fast 1800 Menschen stehen auf der Warteliste des Wohnungsamtes, mehr als 900 Studierende suchen einen Wohnheimplatz. Von Familien mit geringem Einkommen spricht Herr Koch gar nicht.“ empört sich Alina Wolf, Landtagskandidatin für die Stadt Paderborn.

In der von Herrn Koch genannten Studie wurden Einkommen aus Arbeit, aus
Vermögen und Betriebsgewinnen zu einer durchschnittlichen Kaufkraft zusammengerechnet.  Das bilde die soziale Ungleichheit in keiner Weise ab. „Laut Kreisstatistik hat auch jeder Einwohner nach Abzug von Wohnkosten noch 1.600 Euro zum einkaufen und sparen - da lachen die Alleinerziehende, der Leiharbeiter, die Krankenschwester oder Erzieherin, der Student oder die steigende Zahl von Rentnern mit Sozialhilfe aber sehr bitter auf!“

Herr Koch als Vorsitzender der Mittelstandsvereinigung betreibe Politik für seine Unternehmerfreunde. Dagegen zeige aber gerade sein Beispiel des verhinderten Investors, die Notwendigkeit städtischer Bauanstrengungen: “Der Markt und der Investor kennen nur einen Wert, den Gewinn. Dagegen steht das Recht auf bezahlbaren Wohnraum und der Wert eines preisgedämpften Mietwohnungsmarktes. Eine städtische Wohnungsbaugesellschaft und eine Quote für Sozialwohnungen könnten das durchsetzen. Aber diese Art soziale Politik ist mit der CDU nicht zu machen. Für mehr soziale Gerechtigkeit braucht es eine starke LINKE im Landtag!“ betont Wolf.