19. April 2013 Siegfried Nowak

Fracking verbieten … Punkt!

DIE LINKE fordert Verbot von Fracking im Bundesbergbaurecht.

Welch große Resonanz das Thema der Erschließung unkonventioneller Gasvorkommen mittels Hydraulic Fracturing (Fracking) erzeugt, davon konnte sich jeder Gast bei der Podiumsdiskussion am vergangenen Donnerstag im Schützenhof selbst überzeugen. Alle Podiumsgäste waren sich dort einig: Die Risiken sind unkalkulierbar, bereits gegenwärtige Probebohrungen sind vollkommen unver-antwortlich. Fracking muss unterbleiben!

Siegfried Nowak, Kandidat der Paderborner Linken für die Bundestagswahl teilt die Besorgnis der Bürger und Umweltschutzverbände, welche die Veranstaltung organisiert hatten: „Wir können auf keinen Fall zulassen, dass für die Profitgier ausländischer Investoren eine ganze Region einem so extremen Risiko ausgesetzt wird. Die Bürger sind über die laufenden Verfahren zu Recht verärgert und es ist dringend notwendig, das kaiserzeitliche Bergbaurecht an die aktuellen Erfor-dernisse anzupassen. DIE LINKE fordert ein absolutes Verbot von Fracking. Darüber hinaus fordern wir eine umfassende Prüfung jeglicher Erdgasförderung. Gerade in unserer Region wird deutlich, dass auch bei konventioneller Förderung vergleichsweise hohe Risiken bestehen.“

Für Nowak ist die Position der Grünen nicht nachvollziehbar: „Alle wissen um die enormen Risiken. Was soll da eine Beweislastumkehr für jeden konkreten Fall bewirken, außer dass in der Folge Steuergelder verschwendet werden? Die Grünen wollen damit Fracking verhindern, aber das Verfahren ist etwa so, als würde man die Jagd auf Raben erlauben, wenn der Jäger vorher nachweist, dass der bejagte Rabe weiß und nicht schwarz ist. Es gibt nur einen wirklichen Schutz unserer Landschaft und unseres Grundwassers und damit auch nur eine Möglichkeit, die Menschen zu schützen: ein umfassendes Verbot. Vielleicht ist das dem einen oder anderen Lobbyverband schwer zu vermitteln, aber dieser Aufgabe muss man sich stellen, wenn man den Bürger und seine Bedürfnisse ernst nimmt.“