8. Oktober 2011 Martina Schu

CDU und FDP beschließen Niedriglöhne am Flughafen Paderborn/Lippstadt

Martina Schu, Sprecherin der LINKEN Fraktion: „Die Beschäftigten am Flughafen Paderborn/Lippstadt werden nicht schlecht gestaunt haben, dass nun ausgerechnet die Ausgliederung von Tochtergesellschaften dazu beitragen soll, dass der Flughafen profitabel wird“. Und Martina Schu weiter: „Offensichtlich brauchten die Verantwortlichen am Flughafen Paderborn eine Beruhigungspille für die Gesellschafter und wollten nicht völlig ohne Konzept da stehen“. Und das Konzept ist das altbekannte: auch die Mitarbeiter zahlen die Zeche.

„Die Reinigungskräfte haben es als erste zu spüren bekommen: der Reinigungsdienst soll möglichst schnell und ohne ausreichende Beteiligung der Interessenvertretung ausgegliedert werden. Ein derartiger Umgang mit Beschäftigten bei einem öffentlichen Arbeitgeber ist nicht nachzuvollziehen und nicht zu dulden“. Angesichts der enormen Geldsummen, die im Zusammenhang mit dem Flughafen bewegt werden sollen, hat die LINKE Kreistagsfraktion in Paderborn immer wieder ein nachhaltiges und tragfähiges Konzept für den Flughafen angemahnt, das nicht einseitig auf Privatisierung und Lohndumping setzt. Martina Schu: „Diese Diskussion ist aber von der Mehrheitsfraktion völlig ausgeblendet worden“.

Mit dem Beschluss des Kreistages vom 04.10.2011 ist hinter verschlossenen Türen grundsätzlich auch der Einstieg in einen subventionierten Flughafenbetrieb erfolgt.Martina Schu, DIE LINKE: „Dies geschieht mit dem Geld der Bürgerinnen und Bürger im Kreis Paderborn, ohne diese ernsthaft zu fragen. Dies geschieht auch auf Kosten der Beschäftigten, ohne dass diese eine vernünftige Perspektive haben.“

Martin Schu, Fraktionssprecherin DIE LINKE: „Die Diskussion wird uns in den nächsten Jahren weiter begleiten, zumal schon jetzt Schwierigkeiten bestehen, alle Gesellschafter unter einen Hut zu bekommen. Daher fordert die Linke Schluss zu machen mit Diskussionen hinter verschlossenen Türen - wenn der Flughafen eine Zukunft haben soll, dann muss es eine öffentliche Diskussion mit Bürgerinnen und Bürgern geben und es müssen die Mitarbeiter in diese einbezogen werden.

DIE LINKE fordert alle Bürgerinnen und Bürger im Kreis Paderborn auf, die Online-Petition der Gewerkschaft ver.di, gegen eine Ausgliederung des Sicherheitsbereiches und der Gepäckabfertigung im Internet zu unterzeichnen und damit die Beschäftigten zu unterstützen:

http://www.openpetition.de/petition/online/keine-ausgruendung-von-tochtergesellschaften-am-flughafen-paderborn-lippstadt