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16. Januar 2016 Cuba Sí - RG Paderborn

¡Viva la solidaridad! - Gerardo Hernández Nordelo in Bonn

¡Viva la solidaridad!

Ca. 80 Kubafreunde kamen der Einladung nach.

Caglayan Seven (l.) und Serdal Igrek (r.) mit Gerardo im Gespräch.

Manuel Leyva (r.) interviewt Gerardo.

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Gerardo Hernández Nordelo, einer der fünf Kubaner, die mehr als 15 Jahre unrechtmäßig in US-Haft saßen, kam am 13. Januar 2016 nach Bonn. Auch eine Delegation von Cuba Sí Paderborn war anwesend.

An diesem Mittwochabend kamen etwa 80 Kubafreunde im "Sala Lam" der Außenstelle der Botschaft der Republik Kuba zusammen, um sich mit dem kubanischen Helden Gerardo Hernández Nordelo auszutauschen. Gerardo bedankte sich im Namen der fünf Helden, deren Familien und nicht zuletzt im Namen des kubanischen Volkes bei allen Aktivistinnen und Aktivisten für ihr jahrelanges und unermüdliches Engagement für die Freilassung der "Fünf".

Dabei betonte er die Wichtigkeit der Einheit im Kampf für die Freilassung der "Fünf" damals sowie aktuell für die Aufhebung der US-Blockade gegen Kuba. "Eine bessere Welt ist möglich, solange es aufrichtige Menschen gibt, die dafür kämpfen.", so Gerardo in seiner Ansprache.

Neben weiteren Botschaften verlas Tobias Kriele ein Grußwort des Genossen Heinz-W. Hammer der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba Essen. In diesem erinnerte Heinz an die vielen Aktionen für die Freilassung der "Fünf". So auch an die Aktion vor dem US-amerikanischen Generalkonsulat in Düsseldorf, bei der sich fünf Kubafreunde orangene Overalls überzogen und sich zum Tausch gegen die fünf kubanischen Helden anboten. Es zeigte, dass Solidarität nicht nur harte Arbeit sein kann, sondern auch kreativ und erfrischend.

Ergänzt wurde der Abend mit musikalischen Einlagen der in Deutschland lebenden Kubanerin Mirtha Junco und des argentinischen Musikers Daniel Rodríguez. Beim letzten Lied "El necio" ließ es sich Gerardo nicht nehmen, auch miteinzustimmen.

Danach stand Gerardo jedem zu Gesprächen bereit. Auch Aktivisten von Cuba Sí Paderborn nutzten die Gelegenheit und kamen mit Gerardo ins Gespräch. Serdal Igrek und Caglayan Seven, Aktivisten mit kurdischen und türkischen Wurzeln, sprachen mit ihm und Gerardo begegnete ihnen: 

Ich bin sehr glücklich darüber, dass der Internationalismus und somit auch die Sympathie für Kuba so weltumfassend verbreitet ist. Ihr seid die Zukunft. Der Sozialismus hat nur eine Chance, wenn all die Genossen weltweit vereint für dieselbe Sache kämpfen.

Zuletzt stand Gerardo noch für ein Interview mit Cuba Sí zur Verfügung, welches hier noch veröffentlicht wird. Dabei richtete er eine Botschaft an die Kuba-Solidaritätsbewegung in Europa:

Zuerst eine Nachricht des Dankes an alle Personen die uns, speziell den "Fünf", unseren Familien und der kubanischen Revolution halfen. Ich möchte darauf hinweisen, dass die Solidaritätsbewegung mit Kuba nicht von Millionären, die eines Tages mal aktiv werden oder 100.000 $ für Milchpulver für Kubas Kinder spenden, besteht. Die Solidaritätsbewegung mit Kuba besteht aus sehr aufopferungsvollen Personen. Personen die mehrheitlich in kapitalistischen Ländern leben und damit selbst Opfer des wilden Kapitalismus sind und deshalb mit viel Herz und Opferbereitschaft ihre eigene Zeit und Mittel aufbringen, um Solidarität mit Kuba zu zeigen. Und das ist, was wir Kubaner an eurer Arbeit schätzen und bewundern. Es macht uns stolz, dass die Kubanische Revolution auf Genossinnen und Genossen wie ihr es seid, zählen kann. Wir hoffen, dass ihr uns weiter in unserem Kampf für die Aufhebung der Blockade, der Rückgabe der Marinebasis Guantánamo, im Kampf gegen subversive Pläne der USA gegen Kuba, für die Aufhebung des Cuban Adjustment Acts und jedem weiteren Kampf, den sich die Kubaner stellen müssen, begleitet. Wir hoffen auch weiterhin auf eure Unterstützung. Im Fall der "Fünf" sind wir überzeugt, dass eure Unterstützung es überhaupt ermöglicht hat, dass wir heute zusammen mit unseren Familien und unserem Volk vereint sind. Deshalb werden wir immer an euch denken, egal wo wir sind.